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Gefährdete Tierarten

Der Rotmilan (Milvus milvus (L.)) ist ein typischer Bewohner offener Landschaften und direkt abhängig vom menschlichen Umgang mit der Kulturlandschaft.

Seine Besonderheit: Es gibt ihn nur in Europa, überwiegend in Deutschland, Frankreich und Spanien. Doch sein Bestand schwindet. Sein Nahrungsspektrum reicht von Insekten, Regenwürmern, Kriechtieren und Kleinsäugern bis zu Vögeln, Aas und Abfällen, hauptsächlich auf Äckern und Weiden. Um seine Bestände zu sichern muss der ökologische Landbau weiter gefördert, auf Entwässerung verzichtet und Landschaftsstrukturen erhalten bzw. naturnahe Landwirtschaft betrieben werden. Die Schutzmaßnahmen können vielfältig sein.

 

Der Kleinee Moorbläuling (Maculinea alcon) ist ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) und legt seine Eier ausschließlich an die kräftigeren Pflanzen des Lungen-Enzians.

Männliche Schmetterlinge haben dunkelblau gefärbte Flügeloberseiten, gerahmt von einem schmalen, schwarzen Saum. Die Oberseite der Weibchen ist dunkelbraun, oft mit blau bestäubter Flügelbasis. Die Unterseite ist bei beiden zimtbraun gefärbt. Moorbläulinge sind stets in der Nähe des Lungenenzians oder Schwalbenwurz-Enzians anzutreffen, ihrer Futterpflanze. Für die Raupen sind Staubblätter und Fruchtknoten die erste Nahrung. Später lassen sie sich auf den Boden herab und dort von Knotenameisen aufsammeln.

Diese transportieren die Raupen nicht als Beute, sondern als Adoptivkinder in ihr Nest, in dem sie gefüttert werden und überwintern. Im Hochsommer verpuppen sich die Raupen und zu Beginn der Enzianblüte schlüpft der Schmetterling aus dem Ameisen Nest.

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