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Naturpark Kindergarten – Naturaktionstage

Die Naturpark-Kita – Natur als ein gemeinsames Projekt! In Naturpark-Kitas, einem Projekt vom Verband Deutscher Naturparke mit Naturparken und Kitas, werden Themen des Naturparks in den Alltag der Kinder integriert, in Projekttagen oder Exkursionen behandelt. Eine bewusste Auseinandersetzung und Sensibilisierung für Natur und Umwelt ist gewünscht.

Wir sind für die Zukunft!

Und wir möchten neugierig machen – auf die Natur!

„Eine der bemerkenswertesten menschlichen Fähigkeiten ist es, gemeinsam an Problemen oder Aufgaben zu arbeiten, die allein nicht zu bewältigen wären. […] Sie umfasst die Fähigkeit, Ziele und Aufmerksamkeit gemeinsam mit anderen zu entwickeln und die gemeinschaftliche Motivation, anderen zu helfen und mit ihnen zu teilen.“

Max-Plank-Institut für evolutionäre Anthropologie

Der Naturpark, als geschützter Landschaftsraum dessen zugrunde liegende Idee „Schutz durch Nutzung“ ist, stellt für Kindergärten einen spannenden Standort dar: Er ist ein naturnaher Lernort mit breitem Aufgabenspektrum und Kooperativen.

In Naturpark Kitas können Kinder die Natur neu entdecken, Zusammenhänge verstehen, ihre Region kennenlernen; die Heimat aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Eine Verbindung zur Natur und natürlichen Zusammenhängen soll in achtsamen Begegnungen aufgebaut werden.

Kinder sollen aufmerksam und verantwortungsvoll mit der Natur umgehen lernen und das von Anfang an. Erst spielerisch, dann selbstverständlich. Die mit allen Sinnen gesammelten Erfahrungen regen an sich weiter auf die Zusammenhänge und Bedürfnisse der Natur einzulassen und sie auch zu hinterfragen, auf Entdeckertour zu gehen.

Wo geht das schöner als im Naturpark?

Ausgezeichnet sind:

 

 

Sie möchten die Kinder in Ihrer Einrichtung besonders mit der Natur vertraut machen und mit Ihrem Kindergarten Partner des Naturpark Hohe Mark werden? Erste Informationen erhalten Sie in der Broschüre “Auf dem Weg zur Naturpark-Kita”.

                      Broschüre Leitfaden

Der VDN (Verband Deutscher Naturparke) verleiht die Auszeichnung ‚Naturpark-Kita‘ für einen Zeitraum von fünf Jahren. Danach werden die aufgestellten Kriterien für eine Auszeichnung von weiteren fünf Jahren überprüft.

Ihre Ansprechpartnerin im Naturpark Hohe Mark ist Frau Barbara Kraß.

Telefonisch erreichen Sie Frau Kraß unter:
02865-609113 oder per Mail bk-hohemark@raesfeld.de

 

 

 

 

Naturaktionen

Der Naturpark Hohe Mark veranstaltete in Kooperation mit der Biologischen Station Zwillbrock am Mittwoch, den 10.07.2019 einen Naturaktionstag für Schüler und Schülerinnen der Städtischen Förderschule „Schillerschule“ aus Oberhausen.

Nach der Begrüßung durch die Geschäftsführerin, Frau Dagmar Beckmann, wurde das Frühstück auf dem Naturspielgelände im Tiergarten Schloss Raesfeld ein Picknick in der Natur und die Schüler und Schülerinnen gestärkt für ein im Lebensalltag seltenes Naturerlebnis im Wald.

Dipl. Landschaftsökologin Bettina Hüning, von der Biologischen Station Zwillbrock e. V., konnte mit ihrer Geschichte „Das ist meine Natur“ in der es u.a. um den Lebensraum von Dachs, Regenwurm und Erdwespe ging, die Bedeutung des Bodens und deren Bewohner anschaulich darstellen.

Die Schüler und Schülerinnen waren interessierte Zuhörer und konnten erfahren, welche Aufgaben die Tiere im Ökosystem Boden übernehmen. Wonach riecht unsere Erde? Wie unterschiedlich fühlt sich Boden an? Wer lebt im und auf dem Boden? Wie schwer ist es ein Loch in den Boden zu graben, wie der Dachs es tut? Kann man mit Erdfarben malen wie frühere Höhlenbewohner?

Der Boden hat viele Funktionen und hält viele Fragen für uns bereit! Diese und einige andere Fragen wurden an verschiedenen Stationen genauer unter die Lupe genommen und Bezug genommen auf die Bedeutung des Bodens als Grundlage für das eigene Leben.
Der Boden bietet Platz zum Leben, auf ihm wachsen unsere Lebensmittel, er filtert und speichert unser Wasser, baut Schadstoffe ab und erzählt Geschichten.

Und das sind nur ein paar Funktionen unserer Böden. Böden sind wertvoll, sie sind wahre Schätze – Bodenschätze!

 

Naturpark-Entdeckertag mit den Kindergartenkindern „Die Waldmäuse“ aus Heiden unterstützt von CosmosDirekt am 26.09.2019

Thema: Steinzeit /Düwelsteene

Der Natur-Entdeckertag wurde mit einer musikalischen Gesangsrunde im Holzklotzkreis mitten im Wald begonnen.

Die Entdeckungstour mit den Kindern des Waldkindergartens „Die Waldmäuse“ in Heiden stand unter dem Motto „Die Steinzeit“. Die Tour startete am 26. 09. 2019 gegen 9.30 Uhr vom Gelände des Kindergartens und führte von dort zu den 2,6 km entfernten „Düwelsteenen“, einem jungsteinzeitlichen Großsteingrab der Trichterbecherkultur (etwa 3500–2800 vor Chr.).

Nach einer Frühstückspause im Bereich des am Wege gelegenen „Elfenmooses“ wurde den Kindern anhand vorbereiteter Bildtafeln erläutert, wie schon die frühen Vormenschen einfache Gerätschaften – nämlich Steine und Stöcker –nutzten, um sich gegen Tiere zu wehren oder besser an Nahrung zu gelangen. Das Ganze wurde auch spielerisch umgesetzt, in dem die Kinder in den umliegenden Bäumen aufgehängte (künstliche) Bananen durch lange Holzstäbe „ernten“ konnten oder mit kleineren Stöcken gezielt herabwarfen. Der Gebrauch von Steinen zum Öffnen harter Nüsse wurde an Walnüssen geübt; hierbei ist eine gewisse Geschicklichkeit vonnöten, um die Nüsse nicht völlig zu zermalmen, auch zeigte sich schnell, dass das „Hammer- / Amboss-Prinzip“ (flacher Stein als Unterlage, kleiner harter Stein als Hammer) am wirkungsvollsten ist.

Anhand weiterer Tafeln lernten die Kinder, dass das erworbene Wissen per Anschauung schon früh von den Erwachsenen an die Nachkommen weitergegeben wurde. Auch die Weiterentwicklung der Steingeräte wurde demonstriert (Herstellung scharfkantiger Feuersteinartefakte).

Ein bedeutender Schritt in der Kulturgeschichte der Menschheit war der Übergang vom nomadisch lebenden Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern und Viehzüchter. Anhand vieler Tierfiguren wurde gezeigt, welche davon nach und nach zu Haustieren wurden (zuerst Hund, dann Schaf, Schwein, Ziege, Rind etc.).

Danach ging es weiter Richtung „Düwelsteene“. Auf dem Weg dorthin wurden die Kinder aufgefordert, an einer bestimmten Stelle geeignete Steine zu suchen, die den großen Steinen des Grabes weitgehend entsprechen sollten (möglichst eine flache Seite).

Aus den von den Kindern aufgesammelten Steinen und mitgebrachten Material wurde von den Teilnehmern die Grabanlage im Kleinen nachgebaut. Als Anschauung diente die vorhandene Informationstafel, so dass die Kinder die einzelnen Arbeitsschritte nachvollziehen konnten wie zum Beispiel der Transport schwerer Steine mit Hilfe von Rundhölzern. Auch für manche der anwesenden Erwachsenen war es überraschend, dass die heute sichtbaren Findlinge, die den Kern der Anlage bildeten, früher komplett von einem Erdhügel ummantelt waren.

Nach Vollendung des Nachbaus des Großsteingrabes „en miniature“ machten sich die Kinder auf Schatzsuche. Einem alten Bericht zufolge sollen die Erbauer der jungsteinzeitlichen Grabanlage nördlich derselben einen Schatz versteckt haben. Und tatsächlich: nach eifriger Suche mit Grabstock und mit bloßen Händen fanden sich im Sandboden eine Reihe von gelochten Rundscheiben aus (edlem) Stein, wie sie einst als Amulette getragen wurden, so dass jedes der Kinder mit einer solchen als Erinnerungsstück an diesen „Steinzeittag“ nach Hause ziehen konnte. Für alle teilnehmenden Kinder, Eltern und ErzieherInnen war der Tag ein voller Erfolg. Frau Fockenberg, Leiterin des Waldkindergartens

„Die Waldmäuse“ bedankte sich bei Herrn Arno Straßmann ganz herzlich für den besonderen Naturerlebnistag. Herr Straßmann, 1. Vorsitzender des Vereins Naturparkführer Hohe Mark e.V., konnte durch seine Fachkenntnis allen Anwesenden viel neues Wissen zu den „Düwelsteenen“, die das Wahrzeichen der Heimatgemeinde der Kinder sind, vermitteln, freute sich Barbara Kraß vom Naturpark Hohe Mark, die den Kontakt zwischen dem Waldkindergarten und dem Verband deutscher Naturparke (VDN) hergestellt hatte. Der Naturpark-Entdeckertag wurde unterstützt durch CosmosDirket und dem Verband deutscher Naturparke (VDN).

Hintergrund:
CosmosDirekt unterstützt „Naturpark-Entdeckertage“

Das Unternehmen CosmosDirekt ist neuer Partner des Verbandes Deutscher Naturparke und unterstützt im Rahmen eines Sponsorings über 40 Naturpark-Entdeckertage, die Naturparke in Kooperation mit Schulen oder Kitas in den Winterwochen durchführen. Ziel des Projektes ist es, Kindern den Zugang zur Natur zu ermöglichen und Informationen über die Natur erlebnisorientiert zu vermitteln.

 

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im Naturparkhaus, Tiergarten Schloss Raesfeld
Tiergarten 1
46348 Raesfeld
Tel.: 02865 – 60910
E-Mail: np-hohemark@raesfeld.de