Alles gepackt? Dann sende dir oder deiner Begleitung den Rucksack zu und zieh los!
Mitten im Naturpark Hohe Mark gibt es noch Orte, an denen er zuhause ist: der „König des Waldes“, wie der Rothirsch seit jeher genannt wird.
In der Üfter Mark und im Dämmerwald, nördlich von Schermbeck, finden die scheuen Tiere noch etwas, das selten geworden ist – Platz. Platz zum Leben, zum Wandern, zum Rückzug.
Rotwild in freier Landschaft ist im Tiefland kaum noch zu finden. Zu sehr hat der Mensch die Räume eingeengt. Umso besonderer sind diese beiden großen Waldgebiete, in denen der Wald noch zusammenhängend, dicht und lebendig ist. Wer Glück – und Geduld – hat, bekommt vielleicht sogar einen Hirsch zu sehen. Wahrscheinlicher ist allerdings, ihn zu hören: Im Herbst, zur Brunftzeit, hallt das tiefe Röhren der Platzhirsche durch den Wald, wenn sie um ihre Rudel kämpfen. Ein echtes Gänsehaut-Erlebnis. Nach der Brunft übernimmt ein weibliches Leittier die Führung der Familie – bis sich im nächsten Herbst alles wiederholt.
Die Üfter Mark und der Dämmerwald bilden das grüne Herz eines großen Waldbandes, das sich quer durch den Naturpark zieht: von der Haard im Osten bis zum Diersfordter Wald bei Wesel im Westen. Eine weite, abwechslungsreiche Waldlandschaft, die zum Entdecken, Durchatmen und Staunen einlädt – und längst nicht nur Heimat für Rot- und Schwarzwild ist.
Ein besonderes Erlebnis für kleine und große Entdecker ist der Ameisenpfad in der Üfter Mark. Entlang des Weges erfährst du spielerisch Spannendes über das Leben von verschiedenen Waldbewohnern – und siehst oder spürst den Wald einmal aus einer ganz neuen Perspektive, vielleicht auch mal Barfuß.
Am besten lässt sich diese besondere Waldwelt zu Fuß erleben. Gleich mehrere attraktive Wanderwege führen mitten hindurch: Auf den Etappen 2 und 3 des Hohe Mark Steigs tauchst du tief in die stillen Wälder ein. Auch der Landstreifer „Üfter Mark“ zeigt dir die schönsten Ecken dieses Gebietes – mit dichten Forsten, weiten Lichtungen und immer wieder der leisen Hoffnung auf eine Begegnung mit dem „König des Waldes“. Wenn du mit dem Rad auf der Etappe 7 der Hohe Mark RadRoute oder auf dem Abstecher der „Lieblingsplätze finden- Tour“ unterwegs bist, lohnt es sich mal abzusteigen.

Und doch: So richtig Wildnis ist das hier noch nicht. Aber sie darf entstehen. Im westlichen Teil des Dämmerwalds wurde ein Wildentwicklungsgebiet eingerichtet. Das wichtigste Prinzip dabei? Warten. Die Natur macht den Rest. Der Wald findet Schritt für Schritt zurück zur Wildnis.
An besonderen Wildnis-Stationen kannst du diesen Prozess beobachten: durch Gucklöcher und Fenster siehst du, wie sich der Wald verändert, wie aus totem Holz neues Leben entsteht und wie große und kleine Tiere neue Lebensräume erobern. Ein stilles, faszinierendes Schauspiel von Werden und Vergehen.
Wer den Naturpark Hohe Mark besucht, findet hier nicht nur Wald – sondern Geschichten, Wildnis im Entstehen und das Gefühl, der Natur ganz nah zu sein.

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