Alles gepackt? Dann sende dir oder deiner Begleitung den Rucksack zu und zieh los!
Im Naturpark Hohe Mark beginnt mit dem Frühling eine ganz besondere Zeit: die Kinderstube der Natur. Zwischen März beziehungsweise April bis Ende Juli bringen viele Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt oder ziehen ihre Jungen auf. Diese Phase wird als Setz- und Brutzeit bezeichnet.
Während dieser Wochen bauen Vögel ihre Nester, brüten ihre Eier aus und versorgen später hungrige Küken. Rehe setzen ihre Kitze im schützenden hohen Gras ab, Hasen und viele andere Tiere kümmern sich um ihren Nachwuchs. Für die Tierwelt ist diese Zeit besonders sensibel, denn viele Arten reagieren jetzt sehr empfindlich auf Störungen.
Umso wichtiger ist es, dass die Natur in dieser Phase Ruhe und Schutz findet – damit die jungen Tiere sicher aufwachsen können.
Mit einem respektvollen Verhalten helfen alle Besucherinnen und Besucher mit, die Tierwelt im Naturpark Hohe Mark zu schützen und das natürliche Gleichgewicht zu bewahren. So bleibt der Naturpark auch in Zukunft ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten.

Jungtiere brauchen Ruhe
Rehe setzen ihre Kitze häufig gut versteckt im hohen Gras oder am Waldrand ab. Auch Hasen, Bodenbrüter wie Feldlerchen oder verschiedene Entenarten sowie viele Singvögel ziehen in dieser Zeit ihren Nachwuchs groß. Die Jungtiere sind oft kaum zu erkennen und verlassen sich auf ihre Tarnung. Werden sie gestört, kann das für sie lebensgefährlich werden.
Rücksicht beim Naturerlebnis
Der Naturpark Hohe Mark lädt zu Erholung und Naturerlebnis ein. Damit Mensch und Tier gleichermaßen geschützt sind, bitten wir Besucherinnen und Besucher während der Setz- und Brutzeit um besondere Rücksicht:
Auf den Wegen bleiben, um Lebensräume und Nester nicht zu stören
Hunde anleinen, damit sie keine Jungtiere aufscheuchen
Abstand halten und Tiere nicht verfolgen oder fotografierend bedrängen
Jungtiere nicht anfassen oder mitnehmen – meist sind die Elterntiere in der Nähe
Damit Rehkitze, Küken und andere Jungtiere ungestört aufwachsen können, informieren verschiedene Infotafeln im Naturpark Hohe Mark über die Setz- und Brutzeit und bitten um besondere Rücksicht, wie in diesem Beispiel.

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