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Partnerprojekte

Das WALDband besteht als Projektfamilie aus  vielen Einzelprojekten, die naturverträglichen Tourismus, Besucherlenkung, Inklusion, Klimawandel und Biodiversität umfassen. Neben Projekten der drei Projektpartner können Projekte weiterer Akteure in die WALDband Familie aufgenommen werden und so Bestandteil des Gesamtprojektes werden. So sollen die Angebote im Naturpark Hohe Mark stetig wachsen und optimal miteinander vernetzt werden.

Die Haard – in Umsetzung

Die Haard ist ein typisches Beispiel für die unterschiedlichen Bedürfnisse die an den Wald gestellt werden. Die Interessen der Freizeitsportler und Erholungsuchenden stehen oft im Gegensatz zu denen des Waldes. Im Zuge des WALDbands soll es neue Informationsangebote geben, die die Besucher bewusst in die Waldgebiete führen, die weniger sensibel sind.

Eine neue Mountainbikeroute, bewusste Besucherlenkung sowie die Entstehung einer WALDpromenade zwischen Marl und Oer-Erkenschwick helfen dem Wald und den Besuchern sich zu erholen.

 

Stimberghöhe – in Umsetzung

Das Projekt Stimberghöhe umfasst mit einem ehemaligen Militärgelände und angrenzendem Naturschutzgebiet insgesamt eine Fläche von 6,9 ha. Hier werden Naturschutzmaßnahmen wie Entwicklung und Pflege von Heideflächen, Ausbildung eines lichten Eichen-Birkenwaldes, Neophytenbekämpfung, Freistellen von Quarzitbänken und Trockenrasen-Flächen vorgenommen, um das Gebiet aufzuwerten.

Da der Stimberg ein gut erschlossenes und beliebtes Ziel für Erholungssuchende ist, sind begleitende Maßnahmen zur Besucherlenkung und –information für den nachhaltigen Erfolg der Naturschutzmaßnahmen unerlässlich.

Besucher sollen Einblick erhalten in die stetigen Wechselwirkungen zwischen natürlicher Entwicklung und menschlichem Einfluss und auf einer gut gestalteten Entdeckungstour durch das Gebiet geführt werden. Aussichtsplattformen, Stahlsilhouetten, Infotafeln und ein grünes Klassenzimmer runden das Konzept ab.

 

Neue Wildnis Dämmerwald – fertiggestellt

Das Projekt „Neue Wildnis Dämmerwald” ist im Wildnisentwicklungsgebiet Dämmerwald bei Schermbeck verortet. Es handelt sich um ein Waldgebiet mit altem Laubbaumbestand, welches sich ohne menschliche Eingriffe zu einer „neuen” Wildnis entwickeln soll. Ziel des Gebietes ist es, einen Beitrag zum Natur-, Arten- und Klimaschutz zu leisten und dabei die Bevölkerung im Rahmen von Wildnis- und Umweltbildung einzubeziehen.

Hierzu ist ein etwa 2,5 km langer, barrierearmer Rundweg entstanden, der mit spannenden Info- und Interaktionsangeboten zum Thema “werdende Wildnis” ausgestattet ist. Ausgehend vom Wanderparkplatz „Teufelsstein“ an der Malbergerstraße 105 in 46514 Schermbeck werden die Besucher von einem „Wildnistor” begrüßt. Dort werden über Infotafeln gebietsbezogene Informationen vermittelt. An sechs Infopunkten entlang des Rundweges – den „Wildnisfenstern” – bekommt der Besucher Einblick in die werdende Wildnis.

 

Biene trifft Wildschwein, Biodiversitätsprojekt – naturnahe Waldrandgestaltung und Monitoring zur Erfolgskontrolle – fertiggestellt

Am Rande der Haard trifft der Wald direkt auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Diese wurden bis an den Waldrand gepflügt, häufig jahrelang mit Mais bestellt und intensiv mit Gülle gedüngt.

Um jedoch die Artenvielfalt und das Landschaftsbild zu verbessern sollen zukünftig diverse landwirtschaftliche Produkte möglichst im jährlichen Wechsel angepflanzt werden. Stufig aufgebaute Waldränder, versehen mit Randstreifen aus Wiesenkräutern wie der Kornblume oder Klatschmohn schaffen einen weichen Übergang von Acker- zu Waldflächen.

Diese Maßnahmen nutzen nicht nur dem Wald, sondern bewirken auch eine Verbesserung des Grundwasserschutzes.

WALDgesichter – fertiggestellt

Auf Initiative des Regionalverband Ruhr (RVR) wurde an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe im Rahmen eines Seminars von Studierenden der Stadtplanung im Wintersemester 2015/16 unter der Leitung von Prof. Martin Hoelscher und Prof. Kathrin Volk eine innovative Bestandserfassungs- und Planungsmethode, die so genannte „Rasterfahndung” im Projektraum WALDband durchgeführt. Ein wesentliches Merkmal der „Rasterfahndung” ist die rasterförmigen Einteilung des Untersuchungsraumes und die bewusst subjektive, auf zwei Tage begrenzte „Er-Fahrung” und „Be-Gehung” des Raumes. Abschließend werden die gesammelten Eindrücke in Form von Bildern (Fotos), Begegnungen (Interviews), Gegenständen (Sammlung), Geräusche/Gerüche (Aufzeichnungen, Notizen) u.a.m. erfasst.

Die Studierenden entwickelten auf dieser Grundlage erste konzeptionelle Ansätze für eine regionaltouristische Entwicklung des Raumes. Die Ergebnisse werden vom RVR ausgewertet und finden für das „Regionaltouristische Konzept / Touristische Mobilitätskonzept” bei Aspekten zur Identitätsfindung des Raumes bzw. ein daraus abzuleitendes Binnenmarketing Berücksichtigung. Zudem wurde ein öffentlicher Fotowettbewerb ausgelobt.

 

WALDerlebnisweg Reken – fertiggestellt

Der WALDerlebnisweg Reken ist ein Wanderweg mit 12 Erlebnissstationen zum Thema „Leben von Tieren und Pflanzen im Wald“.

Um Familien, Kindergärten und Schulen die Themen Wald und Natur näherzubringen, hat die Gemeinde Reken auf einem bestehenden Wanderweg in einem Waldstück einen Walderlebnisweg errichtet. Bereits 2012 entstand im Rahmen der Naturparkschauen im Naturpark Hohe Mark ein Niedrigseilgarten. Im Anschluss daran verläuft ein etwa 1,4 km langer Wanderweg bis zum Aussichtsturm am Melchenberg. An diesem Weg sind 12 Erlebnisstationen aufgestellt, die spielerisch Wissenswertes über das Leben im Wald, Energetik, Holzarten, die Geschichte des Waldes und Waldtiere vermitteln.

 

Inklusion in der Landschaft – fertiggestellt

Das Wasserschloss Raesfeld mit dem nahe gelegenen Naturparkhaus und dem angrenzenden Tiergarten stellt in der Region und darüber hinaus eine herausragende touristische Attraktion dar, in deren Umfeld sowohl das Naturerleben, als auch das Kennenlernen eines imposanten kulturellen Baudenkmals möglich ist.

Dieses Erleben und Kennenlernen war jedoch für Personen mit Handicap aufgrund des unzureichenden Ausbaus der Wege und Brücken nicht möglich.

Zum Beispiel war es Rollstuhlfahrern nicht ohne weiteres möglich, über eine der Brücken in den Schlosshof zu gelangen oder um einen der Schlossteiche zu fahren. Sehbehinderte Menschen fanden kein Leitsystem vor, dass sie bei einem Gang um das Schloss unterstützt.

Um allen Generationen und insbesondere den Personen mit Handicap das aktive Erleben von Natur und das Eintauchen in eine geschichtsträchtige Welt zu ermöglichen, war es nötig die Infrastruktur rund um das Wasserschloss Raesfeld anzupassen und differenzierte mediale Angebote für die Besucher zu schaffen.

Durch den Wechsel der verwendeten Medien (Schautafeln und Hörstationen) werden bei den Besuchern unterschiedliche Sinne angesprochen, wodurch eine größere Anzahl von Personen erreicht werden kann.

Eine besondere Herausforderung war es dabei die Maßnahmen mit den Anforderungen an den Denkmalschutz abzustimmen.

 

Regionaltouristisches Konzept Naturpark Hohe Mark – fertiggestellt

Es wurde ein Regionaltouristisches Konzept für den Naturpark Hohe Mark zur touristischen Neuausrichtung und Vermarktung des Naturparks erstellt.

Mit diesem Konzept und der daraus resultierenden Positionierungsstrategie für den Naturpark Hohe Mark sollen die drei Leitprodukte „Hohe Mark Steig“, „Hohe Mark Radroute“ und „Hohe Mark Erlebnisräume“ auf Basis der Leitthemen „Perspektivwechsel in vier Landschaften“ und „Tier-Erlebnis-Garantie“ umgesetzt werden.

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im Naturparkhaus, Tiergarten Schloss Raesfeld
Tiergarten 1
46348 Raesfeld
Tel.: 02865 – 60910
E-Mail: np-hohemark@raesfeld.de